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Benefizkonzert: Brass for Peace in Ukraine 24. April. 2022, 17:00 Uhr

Ein Gemeinschaftsprojekt des deutschen Trompeters Otto Sauter und seines ukrainischen Kollegen Andriy Ilkiv & KYIV – BRASS mit Künstlern des Nationalen Konzerthauses der Orgel- und Kammermusik Kiew zu Gast in der Dorfkirche Daberkow.

KYIV-BRASS


Mykhailo Holovin (Trompete, Flügelhorn, Piccolo Trompete)
Oleksandr Trebuhov (Trompete)
Serhiy Kashyn (Posaune)
Dmytro Taran (Horn)
Vasyl Budiakivsky (Tuba)
Nataliia Ilkiv (Klavier)
Yuliia Zasimova (Sopran)
Leitung: Andriy Ilkiv

Programm


Mykola Lysenko (1842–1912):
Pray for Ukraine

Johann Sebastian Bach (1685–1750):
Choral aus Cantata "Wachet auf, ruft uns die Stimme" BWV 140
Fuge in g-Moll BWV 578
Scherzo, Orchestersuite Nr. 2 in h-Moll, BWV 1067

Georg Friedrich Händel (1685-1759):
Lascia ch'io pianga aus der Oper „Rinaldo“ für Sopran und Klavier

Johann Sebastian Bach (1685–1750):
Choral „Jesus bleibet meine Freude“ BWV 147

Vivaldi - Bach:
Konzert in c-moll Allegretto - Allegro - Andante - Allegro

Samuel Scheidt (1587–1654):
Courant Dolorosa

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791):
Ouvertüre aus der Oper „Die Zauberflöte“ KV 620

Sowie traditionelle Lieder aus der Ukraine

Veranstaltungsort

Dorfkirche Daberkow

Eliot Quartett und Maxim Ossipow 26. März 2022, 17:00 Uhr

Lesung neuer Erzählungen von Maxim Ossipow im Wechsel mit Streichquartett-Kompositionen von Beethoven, Prokofjew und Schostakowitsch

Programm

Lesung neuer Erzählungen von Maxim Ossipow, Russland
Die deutsche Übersetzung liest Paul Sonderegger

Ludwig van Beethoven
Cavatine aus op. 130

Sergej Prokofjew
Streichquartett Nr. 2 op. 92 (F-Dur) über Kabardinische Themen

Dmitri Schostakowitsch
Streichquartett Nr. 9 Es-Dur, op. 117

Wir hätten uns nicht träumen lassen, welch bedrückende Aktualität unser lange geplanter Kammermusik-Abend mit Lesung im März erhalten würde. Der russische Autor Maxim Ossipow sollte neue Kurzgeschichten im Wechsel mit dem fantastischen Eliot Quartett lesen. Das Eliot Quartett wählte hierzu Streichquartette von Sergej Prokofjew und Dmitri Schostakowitsch aus, Höhepunkte der Kammermusik aus dem 20. Jahrhundert, die beide explizite Antikriegsmusik sind.
Der langjährige Putin-Gegner Maxim Ossipow hat in den ersten Tagen des Krieges Russland verlassen, die komplizierten Umstände verhindern noch sein Kommen nach Wietzow. Die Lesung in deutscher Sprache durch den erfahrenen Rezitator Paul Sonderegger findet aber wie geplant statt und wird aktualisiert durch neue, bisher nicht auf Deutsch erschienene Texte.

Maxim Ossipow ist einer der wichtigsten russischen Autoren der Gegenwart. Die weißrussische Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch sagt über ihn: „Ich liebe Maxim Ossipows Prosa (…) sie liest sich wie eine Diagnose: eine genaue, unversöhnliche Diagnose des russischen Lebens.“ Der Arzt, Forscher und Schriftsteller, der in dem kleinen Ort Tarussa rund hundert Kilometer von Moskau entfernt lebt, beschreibt die russische Gesellschaft als akribischer, empathischer Beobachter aus der Perspektive der Peripherie. Seine Texte sind durchdrungen von einer tiefen Humanität, in eleganter Sprache, mit untrüglichem Gespür für Rhythmus, Tempo und Humor, und allenthalben von musikalischer Qualität. Die NZZ schrieb über zwei bis jetzt von Ossipow auf Deutsch beim Wiener Hollitzer Verlag erschienene Bücher: „Maxim Ossipow gehört zu den wichtigsten Stimmen der russischen Gegenwartsliteratur. Nicht nur seine prominente Position als schreibender Arzt hat die Literaturkritik veranlasst, von einem neuen Tschechow zu sprechen. Ossipow teilt mit seinem berühmten Vorgänger auch das feine Sensorium für Selbsttäuschungsstrategien und Phantasieleistungen, die gerade in Grenzsituationen das menschliche Bewusstsein dominieren.“

Ossipows Haltung gegenüber der russischen Regierung und ihrem Angriffskrieg in der Ukraine war immer schon eindeutig. In der LA review of books hat er sie am „Fünften Tag des Krieges“ noch einmal eindrücklich dargelegt: → Los Angeles review of books

Eliot Quartett


Das 2014 gegründete Eliot Quartett zählt zu den interessantesten und vielversprechendsten Streichquartetten der neuen Generation. Das international besetzte Ensemble – die Mitglieder stammen aus Russland, Kanada und Deutschland – ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe. So erhielt es den 2. Preis beim Mozartwettbewerb Salzburg, den 2. Preis beim Melbourne International Chamber Music Competition und gewann den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs mit drei Sonderpreisen sowie den 1. Preis mit Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Szymanowski beim Karol Szymanowski Competition.

In seiner Heimatstadt Frankfurt am Main ist das Eliot Quartett fester Bestandteil des Konzertlebens, wo es 2019 als erstes Quartett „in Residence“ im renommierten Frankfurter Holzhausenschlösschen eine eigene Konzertreihe gestaltete. Das Quartett war zu Gast beim Bachfest Leipzig, den Kasseler Musiktagen, der Styriarte Graz, dem Mozartfest Würzburg, dem Rheingau Musik Festival, den Ludwigsburger Schlossfestspielen sowie der Schubertiade Schwarzenberg.

Seine künstlerische Ausbildung erhielt das Eliot Quartett an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main bei Hubert Buchberger und Tim Vogler sowie an der Escuela Superior de Musica Madrid in der Meisterklasse von Günter Pichler. Weitere entscheidende Impulse erhält das Ensemble in der gemeinsamen Arbeit mit Alfred Brendel.

Das Eliot Quartett ist nach dem US-amerikanischen Schriftsteller T. S. Eliot benannt, der sich von den innovativen, späten Streichquartetten Ludwig van Beethovens zu seinem letzten großen poetischen Werk Four Quartets inspirieren ließ. Im Oktober 2019 ist die Debüt-CD des Quartetts beim Label GENUIN in der Preisträgerreihe des Deutschen Musikwettbewerbs erschienen.

„Ihre Aufführung von Beethoven’s Op. 132, vor allem des perfekt durchgehaltenen und berührenden langsamen Satzes, war eine der überzeugendsten, die ich gehört habe.“  –  Alfred Brendel

Stephan Imorde, Klavier 22. Januar 2021, 17:00 Uhr

Edvard Grieg – Lyrische Stücke

Programm

Edvard Grieg verfasste mit seinen Lyrischen Stücken ein musikalisches Tagebuch in Form von Solo-Klavierminiaturen. Über drei Jahrzehnte hinweg entstanden so 66 individuelle, hoch konzentrierte, poetische Charakterstücke, intime Zeugnisse seines Lebenswegs. Beliebte Werke Griegs, wie Hochzeitstag auf Troldhaugen, Zug der Zwerge oder An den Frühling, sind darunter ebenso zu finden wie unbekanntere Impressionen und Reflexionen. Aus den insgesamt zehn Heften mit Lyrischen Stücken spielt der bekannte Rostocker Pianist und Professor der Hochschule für Musik und Theater Rostock (hmt), Stephan Imorde, eine Auswahl persönlicher Lieblingsstücke.

Acies Quartett 4. Dezember 2021, 17:00 Uhr

Musik in der stillen Zeit.
Meisterwerke der Kammermusik im Gutshaus Wietzow

Programm

  • Joseph Haydn: Streichquartett op. 20 Nr. 2
  • Giya Kancheli: Chiaroscuro für Streichquartett
  • Ludwig van Beethoven: Streichquartett op. 132

„Ich war von der Welt abgesondert, niemand in meiner Nähe konnte mich an mir selber irre machen und quälen, und so musste ich original werden,“ schrieb Joseph Haydn über seine Zeit in der Abgeschiedenheit am Hof des Fürsten Esterházy. Hier entstanden die Sonnenquartette op. 20, der Höhepunkt einer langen Phase des Experiments und des Gelingens auf Joseph Haydns kammermusikalischem Weg. Mit Chiaroscuro, einem Werk des 2019 verstorbenen georgischen Komponisten Giya Kancheli, erklingt hochkonzentrierte Musik nah der Stille, zart und farbenreich. Beethovens spätes, zutiefst persönliches Streichquartett op. 132, mit dem „Heiligen Dankgesang eines Genesenen an die Gottheit, in der lydischen Tonart“ im dritten Satz, ist das Zentralwerk des besonderen Adventkonzertes mit dem Acies Quartett aus Österreich. Das Acies Quartett ist ein vielfach ausgezeichnetes Ensemble, das im Wiener Musikverein ebenso auftritt wie bei der Schubertiade Feldkirch, dem Kammermusikfestival Lockenhaus oder dem Carinthischen Sommer und das für seine feinsinnigen, subtil musizierten Interpretationen gerühmt wird. Wir freuen uns, das Acies Quartett zum ersten Mal in Mecklenburg-Vorpommern vorzustellen.

Prisma Wien 23. Oktober 2021, 17:00 Uhr

Prisma Wien

Thomas Fheodoroff, Violine
Florian Hasenburger, Violine
Firmian Lermer, Viola
Ursina Braun, Violoncello
Dorothea Schönwiese, Violoncello

Programm

Franz Schubert: Impromptu in c-Moll op. 90/1
Luigi Boccherini: Quintett in E-Dur, G 275
Franz Schubert: Streichquintett in C-Dur D 956

Das Wiener Ensemble Prisma um den Geiger und Dirigenten Thomas Fheodoroff ist eines der profiliertesten Originalklang-Ensembles Österreichs. Gegründet von langjährigen Mitgliedern des Concentus Musicus unter Nikolaus Harnoncourt, steht Prisma Wien für eine tiefgehende Auseinandersetzung mit den musikalischen Quellen ebenso wie für eine lebendige, sich stets erneuernde Musiktradition. Vom Duo bis zur großen Orchesterbesetzung entfalten die Experten für authentischen Klang ihr intensives Zusammenspiel, immer von der intimen Erfahrung der Kammermusik ausgehend.
Nach Wietzow kommt Prisma Wien als Streichquintett in der Besetzung mit zwei Violoncelli. Luigi Boccherinis E-Dur-Quintett, mit dem bekannten Menuett, wird umrahmt von zwei Meisterwerken Franz Schuberts: nach einer Bearbeitung des c-Moll Impromptus durch den Gründer und Leiter von Prisma Wien, Thomas Fheodoroff, erklingt das wundervolle Streichquintett in C-Dur D 956, einer der absoluten Höhepunkte der Kammermusikliteratur.

Acis und Galatea 8. August 2021, 19:00 Uhr

Sophia Greiwe, Mezzosopran
Lilit Grigoryan, Klavier
26. Juni 2021, 17:00 Uhr

Programm

Franz Schubert:
Moments Musicaux D780 (op. 94)

Johannes Brahms:
Wie Melodien zieht es mir
Mein wundes Herz verlangt
Dein blaues Auge
Mädchenlied op. 95/6
Vergebliches Ständchen
Von ewiger Liebe

Robert Schumann:
Widmung
Er ist’s
Intermezzo
Aufträge
Liebeslied
Singet nicht in Trauertönen

Lalita Svete, Violine
Evgeni Sinaiski, Klavier
29. Mai 2021, 17:00 Uhr

Programm

Eugène Ysaÿe: Sonate Nr. 5, op. 27
Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier und Violine Nr. 9 A-Dur op. 47 (Kreutzersonate)
Richard Strauss: Sonate Es-Dur für Violine und Klavier, op. 18